Filmfestspiele Berlin

Liebe Zwingli-Freunde,


Für einen Produzenten sind die Filmfestspiele in Berlin, die Berlinale, immer einer der wichtigsten Termine im Jahr. So war ich denn auch die letzten Wochen mit der Vorbereitung dafür und der aktiven Präsenz in Berlin vollauf beschäftigt.

An der Berlinale werden nicht in erster Linie Filme geschaut, sondern vielmehr von den anwesenden Personen profitiert. Filmförderer, Verleiher, Sales Agents und Sender aus aller Welt sind vor Ort und man versucht in den wenigen Tagen der Festspiele so viele Meetings mit allen potentiellen Partner zu vereinbaren wie nur möglich. In meinem „Handgepäck“ hatte ich denn natürlich auch unseren „Zwingli-Film“. Es gilt ja nicht nur Geld dafür in der Schweiz zu finden (würde die Mittel der Schweiz um ein erhebliches sprengen!), sondern eben auch einen wesentlichen Anteil aus Deutschland zu finanzieren.


In diesem Zusammenhang habe ich den Sender SWR und die Filmförderung Baden-Württemberg getroffen. Diese Gespräche waren durchaus positiv, denn unser Buch und unser Gesamtpaket überzeugen auf jeden Fall. Aber auf Deutschen Boden muss auch etwas Vorarbeit bezüglich der Figur ZWINGLI geleistet werden. Während Luther schon fast allgegenwärtig ist - gerade jetzt, wo Luther SEIN Reformationsjahr feiert - so kennen Zwingli die wenigstens. Oder nur marginal. Es galt also in den Meetings die Wichtigkeit dieses Schweizer Reformators aufzuzeigen und darzulegen, dass ein solcher Film sehr wohl auch seine Zuschauerschaft in Deutschland haben wird. Wovon wir natürlich überzeugt sind. Zwinglis Wirken hat unsere Landesgrenzen nachweislich überschritten und sein Werk hat weltweit viele Spuren hinterlassen. Während die lutherische Reformation in ihrem unmittelbaren Wirken auf Deutschland und Nordeuropa beschränkt blieb, wirkte die schweizerische Reformation international über die Niederlande und Grossbritannien bis in die USA. Auch die reformatorische Täuferbewegung, aus der letztlich die Mennoniten hervorgingen, hat ihre Wurzeln in der Schweiz und breitete sich trotz Verfolgungen von hier auf die Welt aus. Auch die presbyterianische Kirche, welche die grösste Gruppe der reformierten Kirchen bildet, findet ihren Ursprung in Zwinglis Wirken. Schätzungsweise gibt es weltweit ca. 70 Mio. Menschen, die ihren Glauben auf Zwinglis Lehren abstützen.


Abgesehen von Zwinglis Bedeutung soll natürlich auch ein in Deutschland bekannter Cast dafür sorgen, dass der Film die benötigten Fördergelder in Deutschland absichern kann. Bereits zugesagt hat die aus dem Film SOPHIE SCHOLL bekannte Darstellerin Julia Jentsch. Mit weiteren Darstellern sind wir im Gespräch, darunter auch einige Schweizer, die längst ihr Stand-in in Deutschland gefunden haben.


Ob und wie die geführten Gespräche in Berlin fruchten werden, bleibt abzuwarten. Nach der Berlinale muss in allen Filmhäusern erst einmal Ruhe einkehren und all die gesammelten Unterlagen müssen im Detail studiert werden. Wir sind aber überzeugt, auch aus Deutschland bald erste positive Signale bezüglich der Realisation unseres Filmes zu kriegen und hoffen, dass ihr gemeinsam mit uns die Daumen drückt.


Es grüsst herzlich Anne Walser, Produzentin

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